Bitterschokolade: gesund oder etwa doch nicht?

Bitterschokolade Fluch oder Segen?

Bei der Bitterschokolade scheiden sich die Geister, denn immer wieder heißt es, durch ihren hohen Kakaogehalt wäre diese Art Nascherei keine Sünde. Andere sprechen dagegen und sagen, ganz gleich welche Schokolade, gesund ist sie nicht. Doch was stimmt denn jetzt nun?

 

Was unterscheidet Bitterschokolade von herkömmlicher Schokolade?

Eines steht fest, dunkle Schokolade hat je nach Kakaogehalt ein mildes bis sehr intensives Aroma. Meist schmilzt sie ganz zart auf der Zunge und ist inzwischen eine der Lieblingsnascherein der Deutschen geworden. Während es vor einigen nur sehr wenige Zartbittervarianten gab, gibt es heute eine schier unendliche Auswahl. Unter die dunkel Schokolade fallen alle Schokoladen mit einem Kakaogehalt von mindestens 35 Prozent. Der Kakao setzt sich dabei aus gerösteten und gemahlenen Bohnen zusammen. Werden diese verarbeitet, entsteht Kakaobutter, durch die die Bestandteile der Bohne miteinander zur Kakaomasse verbunden werden. Die Hersteller mischen dann, je nach Rezeptur, noch Milch, Zucker und andere Aromen unter – so entsteht die leckere Bitterschokolade.

Wie gesund nun diese Schokolade ist, darüber ranken sich viele Mythen. Die wenigsten von ihnen sind wissenschaftlich erwiesen. Experten sind sich aber darüber einigt, dass Bitterschokolade anregend wirkt. Dies ist darin begründet, dass in ihr die Alkaloide Theobromin und Koffein enthalten sind. Dies ist auch bei Tee der Fall. Die Alkaloide sorgen dafür, dass die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigt. Des Weiteren helfen die dabei, Stress abzubauen und Theobromin ist in der Lage, die Aktivität eines Gehirnnervs zu unterdrücken, der Hustenreiz hervorrufen kann. Daher kann Bitterschokolade richtig gut bei Reizhusten helfen.

Des Weiteren sind in Kakaobohnen zahlreich Flavanole enthalten, bei denen es sich um sekundäre Pflanzenstoffe handelt, die dabei helfen, die Elastizität der Blutgefäße zu verbessern. Flavanole schützten vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es gibt zahlreiche Studien, durch die diese Aussage bestätigt wurde. Die verschiedenen Sorten Bitterschokolade haben auch unterschiedlich viele Flavonole. So ist z.B. in Edelkakao weniger enthalten, als in anderen Sorten. Fest steht auch, dass Bitterschokolade den Appetit zügelt. Es heißt auch immer, dass Schokolade glücklich macht, doch das liegt weniger an ihren Inhaltsstoffen, als an dem Genuss und guten Gefühl. Zwar wird durch den Genuss der Bitteschokolade das Glückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet, doch um ein wirkliches Glücksgefühl durch die Inhaltsstoffe der Schokolade zu erreichen, müsste man sie tonnenweise essen.

Ob nun Schokolade gesund ist oder nicht, wird wohl immer ein Streitthema bleiben. Wer sie aber in Maßen isst und sich nur hin und wieder ein Stückchen gönnt, kann nicht viel falsch machen.

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