Eingewachsener Zehennagel | Was können Sie tun?

Wer bereits unter einem eingewachsenen Zehennagel litt, wird wissen wie schmerzhaft die Angelegenheit werden kann. Wenn man mit dem betroffenen Zeh gegen die Türkante oder gegen einen Stuhl stößt, verspürt man einen schnellen und intensiven Schmerz. Wer rechtzeitig reagiert kann mit Nagelspangen behandelt werden. Ist es dafür zu spät, oder blieb die konservative Behandlung erfolglos, wird eine Nagelbettverkleinerung, auch Emmert Plastik genannt, vorgenommen.

 

Ursachen für eingewachsene Zehennägel

Die Ursachen für eingewachsene Zehennägel sind in erster Linie zu enge Schuhe und falsches Schneiden der Fußnägel. Am häufigsten ist der Dicke Zeh betroffen. Wer die Nägel an den Zehen so oval wie seine Fingernägel schneidet, läuft Gefahr einen eingewachsenen Nagel zu bekommen. Unter dem Druck, dem der Nagel Tag täglich ausgesetzt ist, schiebt er sich seitlich in das Nagelbett und es entzündet sich unter Umständen. Nach kurzer Zeit bildet sich Granulationsgewebe, auch “Wildes Fleisch“ genannt. Eine Nagelbettentzündung ist sehr schmerzhaft.

Vererbung kann eine weitere Ursache für eingewachsene Zehnägel sein. Wenn  ältere Familienmitglieder bereits an eingewachsenen Zehennägelnlitten, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man selbst einmal davon betroffen ist.

 

Therapie eingewachsener Zehennagel

Man unterscheidet zwischen zwei Therapieformen wenn es um einen eingewachsenen Zehennagel geht. Zum einen gibt es die konservative Therpie. Hierbei kommt eine so genannte Nagelkorrekturspange zum Einsatz. Der Podologe schiebt eine Spange unter der Zehennagel, die den Druck auf den Nagelwall verringert. Die Behandlung mit einer solchen Nagelspange dauert je nach Wachstumsvermögen des Nagels bis zu 14 Monate. Allerdings verspürt der Patient durch die Entlastung eine sofortige Verbesserung. Bleibt die Behandlung mit der Nagelkorrekturspange erfolglos und die Beschwerden bestehen weiterhin, muss operiert werden.

 

Operation eingewachsener Zehennagel

Die Operation eines eingewachsenen Zehennagels verläuft mit örtlicher Betäubung. Es handelt sich hierbei um eine Nagelbettverkleinerung, auch Emmert Plastik genannt. Ein seitlicher Teil des Nagels und des angrenzenden Gewebes wird bis auf den Knoche entfernt. Die dadurch entstehende Wunde wird nicht vernäht, sondern soll unter sterilen Verbänden von selbst ausheilen. Der Heilungsprozess nach einer Emmert Plastik dauert ca. 14 Tage. In dieser Zeit sollte der vordere Teil des Fußes möglichst wenig bewegt werden. Die Emmert Plastik sollte nur die letzte Möglichkeit sein, das Problem des eingewachsenen Zehennagels in den Griff zu bekommen. Am besten sucht man schnellstmöglich einen Podologen auf, wenn man den Schmerz verspürt.

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