Gehört Stretching zum Fitness Training?

Stretching wird von Sportwissenschaftlern noch immer kontrovers diskutiert. Der momentane Stand der Wissenschaft besagt, dass Stretching vor dem Sport zwar nicht schadet, aber auch nicht nutzt. Auch die Annahme, Dehnübungen nach dem Sport würden Muskelkater vorbeugen, scheint eindeutig widerlegt. Insofern scheint Stretching als Teil des Fitness-Trainings mehr eine Sache des Geschmacks oder der Gewohnheit zu sein.

 

Wie wichtig ist Streichung wirklich fürs Fitness Training?

Auf ihrer Internetpräsenz vertreten die Experten Dr. Nicolas Gumpert und Dr. Marc Jungermann die Ansicht, dass eindeutige, sachliche Angaben zu diesem Thema nur durch Untersuchungen am freigelegten Muskel gemacht werden könnten. Momentan sei sich die Sportwissenschaft jedoch recht einig darüber, dass bei Dehnübungen gar nicht der Muskel selbst, sondern umliegende Sehnen, Bänder oder Zellgewebe gedehnt würden.

Der Diplom-Sportwissenschaftler Uli Kussin, Leiter des Gesundheits-Trainingszentrum der Universität Paderborn (GTZ), ist der Ansicht, dass sich durch Dehnen die Gelenkreichweite verbessern lässt und dass man es genau dafür verwenden solle. Die Beweglichkeit werde verbessert, aber das Dehnen schützte weder vor Verletzungen noch helfe es bei Muskelkater. Deshalb solle fürs Dehnen ein separater Trainingstag gewählt werden.

Fakt ist, dass ein Muskel immer gleich lang ist, also gar nicht gedehnt werden kann. Durch Dehnübungen verbessert sich lediglich die Beweglichkeit. Mit einem ‚verkürzten’ Muskel ist also im Grunde genommen dessen eingeschränkte Flexibilität gemeint. Um diese wiederherzustellen, ist es angebracht, den Gegenspieler des betroffenen Muskels zu kräftigen, um wieder ein Gleichgewicht bezüglich Kraft und Ruhespannung auf beiden Seiten herzustellen.

Für viele Sportler gehört Stretching einfach zum Training und nach dem Freispruch, dass es nicht schadet, sollte jeder, der sich an diese Übungen gewöhnt hat, auch weiterhin dabei bleiben.

 

Wie dehnt man sich denn nun richtig?

– Nur aufgewärmte Muskulatur dehnen

– Das Dehnen sollte sich höchstens am Rande der Schmerzgrenze bewegen, niemals aber wirklich schmerzhaft sein

– Während des Dehnens ruhig und gleichmäßig atmen.

– Um eine Wirkung zu erzielen, sollte man mindestens fünf Atemzüge lang dehnen.

Meine persönliche Haltung zum Thema Stretching: ich praktiziere es, seit ich Sport treibe, insbesondere habe ich noch kein einziges Workout ohne abschließende Dehnübungen beendet. Von Anfang an hatte ich kein einziges Mal Muskelkater, wobei ich allerdings keine Möglichkeit habe, zu sagen, ob mir dieser ohne Stretching genauso erspart geblieben wäre oder nicht. Jedenfalls ist mein persönlicher Eindruck, dass durch das Dehnen ein sehr viel besseres Körpergefühl entsteht und fraglos eine sehr viel größere Beweglichkeit, und zwar zeitlich gesehen weit über das Training hinaus- ich selbst empfinde sie sogar als dauerhaft vorhanden. Insofern höre ich auf mein Gefühl, verlasse mich auf meine eigenen Erfahrungen und beende weiterhin jedes Workout mit Dehnübungen.

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