Gesundheit und genmanipulierte Lebensmittel: Wie gefährlich ist es?

Genmanipuliertes Essen: Wie ungesund ist es?

Zugegeben, diese Überschrift ist an einen Film angelehnt, der vor mehr als 55 Jahren gedreht und zu einem großen Erfolg wurde. Damals ging es um Jugendliche und Heranwachsende, die sich gegen das Establishment der Erwachsenenwelt auflehnten.

Ach, würden wir uns doch ebenso gegen das auflehnen, was uns tagtäglich als Lebensmittel zum Verzehr angeboten wird. Zurzeit sind Kernkraftwerke, deren Gefahrenpotenzial und das Problem der Entsorgung des strahlenden Mülls das große Thema. Mit Recht! Wer aber spricht, wenn es nicht gerade akut wird, über genmanipulierte Lebensmittel, deren Risiken für unsere Gesundheit wir heute ebenso wenig abschätzen können wie damals Otto Hahn, der die Energiegewinnung aus der Atomkernspaltung entdeckte. Hätte er alle Folgen geahnt, so hätte er seine Entdeckung wohl nicht veröffentlicht. Doch gibt es auch bereits konkrete Risiken und Gefahren für unsere Lebensmittel.

Genmanipulation in unserer Nahrung: Was zu beachten ist

Vieles, was in unseren Küchen zu Speisen verarbeitet wird, könnte man durchaus als gefährdend bezeichnen: Medikamente in Fleisch, die Menschen bei häufigem Verzehr für Antibiotika resistent machen können; Chemisch erzeugte Düngemittel, die im Übermaß ausgestreut werden und sogar unser Trinkwasser gefährden. Sehr bedenklich sind außerdem Giftstoffe, die in viel zu hoher Konzentration in Lebensmitteln gefunden wurden – alles extrem schädlich für die Gesundheit.

Betrachten wir nur die letzten 10 Jahre: 2000 kam es zum BSE-Fall weil ungeeignetes Futter, darunter auch Kadaver, an Rinder verfüttert wurde (man bedenke, dass ein Rind von sich aus niemals etwas anderes als „vegetarische Kost“ zu sich nehmen würde). Im Jahr 2002 wurde in Babynahrung das Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen entdeckt, die damit behandelten Rohstoffe wurden sogar an Bio-Betriebe verkauft. Noch im selben Jahr wurde in Schweinefleisch das Hormon MPA gefunden, das dafür sorgt, dass Schweine schneller fett werden, und sogar von einem belgischen Bioland-Hof geliefert wurde (dieses Bioland hat aber nichts mit dem deutschen Gütesiegel zu tun).

2003 wurden 8.500 Tonnen mit Dioxin kontaminiertes Schweinefleisch gefunden. 2004 gerieten 25 Tonnen PCB in Hühnerfutter. Im November desselben Jahres war es wieder PCB, das in Pommes entdeckt wurde. 2010 wurde sogar in Bio-Eiern Dioxin festgestellt, auch hier war wieder verunreinigtes Futter der Grund. Zum Jahresende 2010 wurde wiederum Dioxin (hochgradig karzinogen, also krebserregend) in Eiern, Geflügelfleisch und Schweinefleisch festgestellt. Der Futtermittelhersteller meldete Insolvenz an, um Schadensersatzklagen zu entgehen.

Unsere Nahrung muss besser geschützt werden. Mit leeren Versprechungen darf die Politik nicht davonkommen – denn unsere Gesundheit tut es auch nicht. Saubere Lebensmittel stellen ein Grundrecht dar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.