Getting Things Done Teil 1: Einführung

Bereits in einem vorhergehenden Artikel (Prokrastination bekämpfen: Drei Top-Strategien) habe ich die Zeitmanagement Methode Getting Things Done (kurz: GTD) kurz angerissen, da es aufgrund seiner Machart ein sehr gutes Werkzeug ist, um Prokrastination zu eliminieren.

Ich habe das Getting Things Done System mittlerweile komplett in mein Leben integriert, sowohl im privaten, als auch im beruflichen Bereich. Und ich muss sagen, ich komme sehr gut damit zurecht, und es hilft mir, wirklich Dinge erledigt zu bekommen.

Deshalb hier eine mehrteilige Serie von mir zum Thema GTD. Beginnen wir damit, was GTD eigentlich ist:

 

Das Problem mit dem ganzen “Zeug” 

Jede Menge Zeug geistert uns täglich im Kopf herum. Kleine Dinge, große Dinge. Wichtige Dinge, die sofort erledigt werden müssen; er unwichtige Dinge, die wir aber gerne erledigen würden usw. und so fort. Und dieses ganze Zeug, was im Kopf herumschwirrt, kann durchaus ein Problem werden.

Wenn man zum Beispiel gerade an einer Aufgabe sitzt, die erledigt werden muss, man aber gleichzeitig dauernd an andere, ebenfalls erledigende Dinge denken muss. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass man von einer zur anderen Aufgabe “springt” und im Endeffekt gar nichts wirklich erledigt bekommt.

 

Lose enden

Was auch immer im Alltag auf uns einströmt, sein dass E-Mails, Anfragen von Freunden, Bürokratie, jedes Mal, wenn ein zu bearbeitender Input von außen kommt, entsteht in unserem Kopf ein so genanntes loses Ende.

In davon zu viel zusammenkommen, bilden diese losen Enden ein Knäuel in unserem Kopf, in dem wir uns kaum zurechtfinden können. Hier setzt GTD an. Alle losen Enden werden aus den Gedanken entfernt, in dem sie niedergeschrieben werden. So können wir darauf vertrauen, dass sie nicht verloren gehen beziehungsweise vergessen werden, müssen uns aktuell aber nicht damit beschäftigen.

Auf diese Weise kann man sich unbeschwert der aktuellen Aufgabe widmen und sicher sein, dass alles andere ebenfalls bearbeitet wird – zu seiner Zeit.

 

Einfachheit statt Komplexität

Das Schöne am Getting Things Done Prinzip ist die Wahl der Waffen: an und für sich benötigt man weder eine spezielle Software, noch sonst irgendein technisches Hilfsmittel, um GTD anzuwenden. Das einzige, was man benötigt, ist Papier, einen Stift und den willen, das System konsequent umzusetzen.

Gleich im Vorfeld möchte ich aber schon einmal sagen: ich werde in den kommenden Artikeln auf eine (kostenlos erhältliche) Software verweisen, welche die Sache schon sehr vereinfacht.

Grundsätzlich aber geht es in Getting Things Done System um verschiedene Listen, geführt und bearbeitet werden wollen. Das Programm für diese Listen lediglich in einer digitalen Form; das heißt, das Grundprinzip ist dennoch gut erkennbar.

 

Grundlegendes zum Getting Things Done System

Zum Abschluss noch ein kurzer Überblick darüber, wodurch sich das Getting Things ein System von anderen Zeitmanagementsystemen unterscheidet beziehungsweise was genau es ist, dass das GTD-System (aus meiner Sicht) zu sinnvoll macht:

  • Absolut alles kommt in das System hinein – ob es darum geht, dass ich in fünf Jahren ein Haus in Frankreich besitzen will oder darum, dass ich morgen meinen Anzug aus der Reinigung holen soll, alles wird erfasst.
  • Das System benötigt regelmäßige Pflege – das mag jetzt zunächst einmal nicht nach einem direkten Vorteil klingen, aber hat man erst einmal ein Routine daraus entwickelt, merkt man schnell, wie man in seinen Aufgaben vorankommt, und wie an das System die Last der losen Enden effektiv abnimmt.
  • Größere Aufgaben werden in kleine Schritte herunter gebrochen – Anstieg beim abarbeiten seiner Liste nicht vor einem gigantischen Problem, sondern bekommt kleine, mundgerechte und gut zu erledigende Aufgaben serviert. Das minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass man die Dinge vor sich her schiebt.
  • Das System ist vollkommen personalisierbar – jeder kann sich aus dem System die Teile herausnehmen, die sich für seine Abläufe eignen und mit denen er gut arbeiten kann. Deswegen auch gleich als keine Vorwarnung: ich werde nicht in jegliche vorhandene Tiefe des Getting Things Done Systems hinabsteigen, sondern vielmehr das präsentieren, was ich herausgezogen habe. Wer einen ganz kompletten Einblick haben möchte, dem sei das Buch des Erfinders ans Herz gelegt: Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag

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