Ginkgo Biloba – Ein uralter Baum mit heilenden Kräften

Ein etwa mittelgroßes Blatt, das man noch am ehesten als rundlich und fächerförmig bezeichnen könnte – doch ob seiner einzigartigen Form, hat das Blatt des Ginkgo Baumes in der Natur kein passendes Vergleichsstück. Das Ginkgo Blatt leuchtet in einem hellen Grün und weil auch die Oberseite des „Fächers“ nur ganz weiche, abgerundete Unregelmäßigkeiten hat, hinkt auch der Vergleich mit einem Fächer, mit seinen scharfen Papierkanten.

Einzigartig am Ginkgo ist nicht nur die Form seiner Blätter sondern auch der unglaubliche Wirkungsspielraums seiner Substanzen auf den menschlichen Organismus. Seine Wirkstoffe werden gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt, in vielen Medikamenten findet man den uralten Baum.

 

Woher kommt der Ginkgo Baum?

Heimisch ist der Ginkgo Baum in China, wo es heute noch natürlich gewachsene größere Populationen des schönen Baumes gibt.
Doch darüber hinaus hat der Ginkgo Baum eine äußerst bewegte Geschichte. Verglichen wird er oft mit den Dinosauriern und tatsächlich: Vorläufer des Ginkgo- Baumes von heute bedeckten in der Kreidezeit weite Flächen Ostasiens und der Ginkgo überlebte sogar die Eiszeit.
Heute ist er der letzte seiner Art. Der Ginkgo Baum, wie wir ihn heute kennen, zählt zur Gruppe der Ginkgoales, alle anderen Vertreter dieser Gruppe von Samenpflanzen, sind jedoch schon ausgestorben.

In Japan war und ist der Ginkgo Baum immer noch ein sehr wichtiger Tempelbaum.
Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts kam der Ginkgo dann von hieraus mit europäischen Seefahrern mit über den großen Teich. Damals soll es ein holländischer Seefahrer gewesen sein, der den faszinierenden Baum nach Europa brachte. Somit wurden ab dem 18. Jahrhundert auch in Europa Ginkgo Bäume kultiviert, allerdings galt der Ginkgo Baum hier natürlich von Anfang an als exotische Zierpflanze.

 

Seine Wirkung und medizinische Verwendung

Natürlich ist der Ginkgo Baum mit seiner exotischen Blätterform eine wahre Pracht, weshalb er als Zierpflanze sehr beliebt ist. Auch als Nahrungspflanze werden manche in Asien gezüchtete Sorten des Ginkgo Baumes. Doch die wahrscheinlich bedeutendste Nutzung ist die des Ginkgo Baumes in der Medizin. Seine Wirkstoffe Ginkgolide und Terpenlactone findet man in zahlreichen medizinischen Präparaten und die Anwendung ist vielfältig. Beispielsweise gegen Demenz werden Ginkgo Präparate häufig angewandt. Dabei handelt es sich um ein Trockenextrakt aus Ginkgo Blättern.

Das Verhältnis der Ginkgo Wirkstoffe ist dabei genau geregelt und so im Europäischen Arzneibuch angeführt. Unterschieden werden muss nämlich von Nahrungsergänzungsmittel mit den Wirkstoffen der Ginkgo Blätter. Diese gibt es in Supermärkten, Drogeriemärkten und Reformhäusern und ihre Qualität ist umstritten.

Bei der Ginkgo Herstellung hat sich mittlerweile ein eigenes Verfahren durchgesetzt. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Luft- Trocknungs- Wirbelverfahren. Durch dieses sollen die Wirkstoffe bewahrt und die Blätter schonend getrocknet werden.

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