Ist Burnout eine Modekrankheit? Was ist Burnout?

Auf vielen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen steht heute Burnout. Somit besteht ein sehr wichtiger gesundheitsökonomischer Faktor. Es besteht aber noch ein großer Forschungsbedarf. Symptome wie Erschöpfung, Depressionen oder mangelnde Konzentration werden in die Diagnose mit einbezogen.

 

Es fehlen aber immer noch kontrollierte Therapiestudien rund um das Thema Burnout.

 

Was ist Burnout?

Der Körper eines Menschen ist gezwungen, den Anforderungen in der Arbeit und auch im Privatleben, zu entsprechen. Es werden viel mehr Informationen aufgenommen, die das Gehirn überhaupt verarbeiten kann. Wenn das Gehirn schon überfordert ist, ist es auch der Kreislauf, sodass der Blutdruck ansteigt, es entstehen Schlafstörungen und abends kann man nicht abschalten.

Der Körper ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Dies geschieht schleichend über einen längeren Zeitraum und hält auch lange an: eine andauernde geistige und emotionale Erschöpfung. Die Reizbarkeit wächst, Ängste steigen auf sowie Sinnkrisen, und körperliche Beschwerden wie hoher Blutdruck oder Magenschmerzen treten auf.

Die Ursachen liegen klar auf der Hand, da die ständigen Leistungsanforderungen an sich selbst den eigenen Energiehaushalt stark belasten.
Die Betroffenen haben einen dauernde kontinuierliche Überdosis an Stresshormonen. Eingeschränkt ist die natürliche leistungsfördernde Wirkung von Neurotransmittern und Hormonen.

Therapiekonzepte sind so konzipiert, dass sie auf eine dauerhafte Stressreduzierung hindeuten.

Leider können Ärzte keine eindeutige und klare Diagnose stellen, da diese noch nicht im “Diagnoselexikon” für Ärzte klassifiziert ist. Die verwendete Ziffer für ein Bournoutsyndrom lautet Z73.0 und bedeutet: “Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung”.

Es besteht immer noch ein großer Forschungsbedarf mit qualitativen Studien. Es gibt bislang noch kein konsequentes Instrument für die Diagnostik. Auch differenzialdiagnostisch sollte Burnout mit sogenannten Fremdbeurteilungsskalen weiterentwickelt werden.

Stress sei eines der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts, sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie sei die Volkskrankheit Nummer eins.

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