Angst vor der Angst? – Wie man mit Angst umgeht!

In vielen Bereichen des Lebens ist Angst die Triebfeder, die uns daran hindert, unser Glück zu finden. Ob es es jetzt die Angst vor der Zurückweisung seitens dieses hübschen Mädchens ist, die uns daran hindert, es anzusprechen, die Angst vor Versagen, wenn es darum geht ein Risiko einzugehen, hinter dem berufliches oder persönliches Vorankommen steht.
Allerdings soll Angst hier nicht im Sinne einer Angststörung, die ggfs. ärztlicher Behandlung bedürfte,


Ein Beispiel aus meinem Leben

Ich betreibe in meiner Freizeit Muay Boran (ein Kampfsport). In letzter Zeit trainieren wir auf einen vereinsinternen Wettkampf hin, der nach K1-Regeln stattfindet. Dementsprechend wird im Training relativ viel Sparring betrieben und dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Schätze ich einen Sparringspartner als schwächer/unerfahrener oder wenigstens gleichgut ein, so ist es kein Problem für mich, gelassen und sauber zu kämpfen. Ist das aber nicht der Fall und ich gehe davon aus, dass mein Partner mir überlegen ist, kommt die Angst ins Spiel. Ich traue mich nicht wirklich, richtig “in ihn reinzugehen” und wenn ein Angriffskombination kommt, vergrab ich mich in meiner Deckung, was dazu führt, dass der andere um so mehr auf mich einschlagen kann und mich in die Ecke drängt.

Ich stelle also fest, dass meine Angst mich daran hindert, gut zu kämpfen – und das lässt sich meiner Meinung nach ohne Weiteres auf andere Lebensbereiche übertragen.

  • Fehlt einem der Mut, den Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, darf man wahrscheinlich auch nicht mit einer solchen rechnen
  • Wenn man sich nicht traut, Frauen anzusprechen, wird es schwierig mit dem Daten
  • Hat man ganz allgemein Träume und Wünsche und scheut sich aber aus Angst vor dem Versagen, deren Verwirklichung anzugehen, dann werden es wohl auch Träume und Wünsche bleiben

 

 

Also: Was tun gegen Angst?


Unbelastet von größerem Wissen über die menschliche Psyche oder Kenntnis von Angstherapierung, würde ich die folgenden Gegenmaßnahmen vorschlagen:

  • Angstsituationen mental durchspielen
  • Sich der Situation, vor der man Angst hat, wiederholt bewusst aussetzen

 

Auf den Seiten der Angst- und Panikhilfe Schweiz findet sich letzteres wieder:

“Suchen Sie die angstauslösende Situation”, rät Diplompsychologin Dr. Brunna Tuschen. Ihre Empfehlung: Eine Verhaltenstherapie. Patienten mit Höhenangst etwa sollen auf dem Stuhl balancieren, dann eine Leiter hochklettern, bis sie schliesslich eine Brücke überqueren können: allerdings braucht es viel Kraft, bis man in einem gläsernen Aufzug 15 Stockwerke hochfährt. “Konfrontationstherapie” war schon im 18. Jahrhundert einem berühmten Weimarer Geheimrat bekannt: Goethe litt an Höhenangst. Allein stieg er auf den Münsterturm, zwang sich, nach unten zu sehen. Im Werk “Dichtung und Wahrheit” schrieb er: “Dergleichen Angst und Qual wiederholte ich, bis der Eindruck mir ganz gleichgültig ward.”

Eine andere Art der Eigentherapierung von Angst bietet Werner Eberwein mit seiner CD “Angst in Gelassenheit verwandeln”.
Inwiefern das hilfreich ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings werde ich, um nochmal auf mein Beispiel zurückzukommen, beides verwenden um meine Angst vor dem Gegner/Sparringspartner abzubauen.
Was dabei am Ende herausgekommen ist, werde ich dann selbstverständlich auch berichten.

Also, ein angstfreies Leben wünsche ich

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