Was ist Diabetes & Wie man Diabetes vorbeugen kann

Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Blutzuckerspiegel überprüfen lassen?

Nach Expertenmeinung leben in Deutschland rund fünf Millionen Menschen, die nicht wissen, dass sie an Diabetes erkrankt sind. Dabei stellt Diabetes laut der ‚Herzzeitung’ des norddeutschen Herznetzes ein fünffach erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und ein dreifach erhöhtes für Hirnschlag dar. Außerdem sei Diabetes der häufigste Grund für Nierenversagen und Erblindung. Diabetes ist somit weder süß noch herzig!

 

Wann tritt Diabetes auf?

Nach Aussage der ‚Herzzeitung’ dauert es im Schnitt fünf bis acht Jahre, bis die Diagnose gestellt ist. Doch das müsste nicht sein. Lassen Sie Ihren Insulinspiegel regelmäßig überprüfen. Achten Sie auf Warnzeichen wie überhöhten Durst, häufiges Wasserlassen, unerklärliche Gewichtsabnahme und Müdigkeit mit Leistungsabfall.

Dies sind wesentliche Symptome des Diabetes Typ 2, der im Gegensatz zum Diabetes Typ1 erst im Laufe des Lebens auftritt und durch einen ungesunden Lebensstil inzwischen größtenteils selbst gemacht ist. Übergewicht, unausgewogene Ernährung- sprich zu viel Fastfood, zu wenig gesunde Mischkost- und Bewegungsmangel machen nach Angaben der Herzzeitung aus Kindern und Jugendlichen ‚die neue Generation der Diabetiker’.

 

Was ist Diabetes denn nun genau?

Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der innerhalb kürzester Zeit sämtliche Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Infolgedessen muss ein Leben lang Insulin zugeführt werden.

Diabetes Typ 2: Insulin wird vom endokrinen Teil der Bauchspeichedrüse gebildet. Dieses ‚Inselhormon’ fördert den Kohlenhydrateinstrom in die Körperzellen und den Aufbau von Stärke in der Muskulatur, wodurch der Blutzuckerspiegel im gesunden Organismus gesenkt wird. Beim Diabetes Typ 2 besteht jedoch ein ständig überhöhter Insulinspiegel im Blut, da die Insulinwirkung an Leber-, Muskel- und Fettzellen vermindert ist. Meist durch ein ständig überhöhtes Angebot an Kohlehydraten verursacht sind die Andockstellen für Insulin an den Körperzellen blockiert.

Besonders Fettzellen sind unempfindlich gegenüber Insulin und verbrauchen davon fast zehn Mal mehr als Muskelzellen. Dadurch erhöht sich die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse vor allem bei Übergewichtigen, um das vermeintliche Defizit zu kompensieren. Einerseits werden jetzt die Körperzellen nicht mehr mit Blutzucker versorgt, andererseits ist es aber im Blut vorhanden und trotzdem produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin (bis sie eines Tages nicht mehr kann).

 

Was kann man tun um Diabetes zu vermeiden?

Um diesem Dilemma entgegenzuwirken bzw. um es generell zu vermeiden, sind die Umstellung der Ernährung sowie ein sinnvoller Ausgleich des Bewegungsmangels das A&O.

Die sinnvolle Ernährung entspricht im Wesentlichen einer gesunden Vollwertkost mit Vollkornprodukten und frischem Obst und Gemüse. Wichtig ist auch, dass man ausreichend und regelmäßig isst, da so ein zu rascher Anstieg des Insulinspiegels vermieden wird.

Der Internist und Kardiologe Dr. Reinhold Krause betont in der ‚Herzzeitung’, dass Bewegung die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin erhöht, wodurch der Insulinspiegel im Blut sinkt. Besonders geeignet seien Ausdauersportarten wie Schwimmen, Walking und Radfahren. In Studien wurde auch die positive Auswirkung des Kraftsports zur Senkung des Blutzuckerspiegels nachgewiesen.

Der Experte Dr. Krause rät Patienten in jedem Fall zu einer ärztlichen Abklärung, um sich über die Wahl der richtigen Bewegungsform abzustimmen.

Diabetes ist also kein Schicksalsschlag, mit dem man sich abfinden muss- wie so oft kann man selbst aktiv etwas zur Besserung seines Befindens beitragen!

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