Was ist Osteopathie? – Osteopathie einfach erklärt!

Die Osteopathie wurde vor über einhundert Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still als manuelle Therapie von Funktionsstörungen entwickelt. Sein Grundgedanke dabei war, dass der Körper aus verschiedenen Körperstrukturen besteht, die allesamt miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. So beeinträchtige beispielsweise eine Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule auch innere Organe und umgekehrt. Er entwickelte verschiedene manuelle Techniken, um erkannte Blockierungen zu lösen und damit den Körper anzuregen, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

 

Was macht Osteopathie aus?

Ein besonderer Schwerpunkt dieses manuellen Verfahrens liegt auf der Betonung der individuellen sowie ganzheitlichen Wahrnehmung des Patienten. Der Mensch wird als eine Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet und auch so behandelt. Im Gegensatz zur schulmedizinischen Behandlung, in der sich ein Facharzt oftmals auf  die Betrachtung  und Behandlung seines Fachgebiets beschränkt, wird in der Osteopathie die Gesamtheit des Klienten behandelt. Besondere Betonung liegt auch darauf, dass es erklärtes Ziel ist, die Selbstregulierungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Bei der ersten Behandlung wird eine intensive Bestandsaufnahme gemacht. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erkennen der Körperhaltung des Klienten, seinem Körperbau und den Bewegungsabläufen. Nach einem Gespräch über die Vorgeschichte des Patienten werden mit Hilfe gezielter Grifftechniken  Verspannungen und Funktionsstörungen erspürt. So kann ein Zusammenhang zwischen Beschwerden und Ursachen hergestellt werden, der in weiteren Sitzungen behandelt wird.

 

Wie anerkannt ist Osteopathie wirklich?

Obwohl die Osteopathie von der Schulmedizin oftmals noch immer skeptisch beurteilt wird, sind doch die guten Ergebnisse insbesondere bei Rückenschmerzen, bei Bewegungseinschränkungen und bei Schmerzen durch Muskelverspannungen für die Klienten ausschlaggebend. Zudem schließt ein gewissenhafter Osteopath Erkrankungen, die schulmedizinisch behandelt werden müssen, vor Behandlungsbeginn aus. Ebenso wird von guten Therapeuten betont, dass sie sich als Hilfe und Anregung zur Selbsthilfe sehen- wobei dies in der Schulmedizin nicht anders ist. Nur dienen  in der Schulmedizin Apparate und Medizin als Hilfsmittel, der Osteopath dagegen benutzt die Hände.

Die Behandlungkosten für die manuelle Therapie wird in manchen Fällen von den Kassen getragen- man sollte sich vorab darüber erkundigen. Auch ist es sinnvoll, sich vorab über die voraussichtliche Dauer der Behandlung und die entstehenden Therapiekosten zu informieren.

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