Familie: Auf was für Kinderkrankheiten sollen Sie sich vorbereiten?

Eine Kinderkrankheit ist nach Definition eine Infektionskrankheit mit hoher Durchseuchungsrate und Übertragungsfähigkeit, die überwiegend im Kindesalter auftritt.Kinderkrankheiten hinterlassen bei den Patienten eine lebenslange Immunität gegen den Krankheitserreger. Der Begriff Kinderkrankheit bedeutet jedoch nicht etwa, dass Erwachsene nicht an diesen Krankheiten erkranken können. Im Gegenteil: auch Erwachsene können an Kinderkrankheiten erkranken, wenn Sie im Kindesalter keine Immunität gegen diese Krankheit aufgebaut haben. Die meisten Kinderkrankheiten werden durch virale Ansteckungen übertragen.

 

Welche Kinderkrankheiten gibt es?

  • Windpocken (auch Feuchtblattern genannt): Symptome sind Fieber und ein juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen. Komplikationen können in Form von Kleinhirn- oder Hirnhautentzündungen oder Lungenentzündung auftreten.
  • Röteln: Symptome sind die typischen roten Hautflecken und oft auch Fieber und Lymphknotenschwellungen.
  • Ringelröteln: Symptome sind der typische Hautausschlag (beginnend an den Wangen)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis): hier treten keine Krankheitssymptome auf. Nach der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen treten Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit und erbrechen auf. In den meisten Fällen heilt die Infektion folgenlos aus. In den anderen Fällen wird auch das Zentralnervensystem angegriffen und es kann zu Hirnhautentzündungen, spastischen Lähmungen und zu Missbildungen kommen.
  • Mumps (auch Ziegenpeter genannt): Entzündung der Ohrspeicheldrüse und anderer Organe. Häufige Komplikationen sind Hirnhautentzündungen und bei Jungen eine Hodenentzündung, welche unter Umständen zur Unfruchtbarkeit führen kann.
  • Masern: Symptome sind eine Entzündung der Schleimhäute und Atemwege und der  Augenbindehäute, Fieber bis zu 41°C, Übelkeit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit und Hautausschlag
  • Keuchhusten: Symptome dieser von einem Bakterium ausgelösten Krankheit sind erkältungsartiger Husten, der immer stakkatoartiger wird. Eine Therapie ist nur im Anfangsstadium möglich. Charakteristisch ist die beim Husten vorgestreckte Zunge.
  • Drei-Tage-Fieber: Symptome der durch Herpesviren ausgelösten Krankheit sind ein dreitägiges Fieber und ein Hautausschlag. Komplikationen sind sehr selten.

Die meisten Kinderkrankheiten werden von Viren ausgelöst. Dadurch, dass die Krankheitserreger im Körper eine „Immunantwort“ mit bleibendem Gedächtnis auslösen, kann der Körper bei einem erneuten Kontakt mit diesem Krankheitserreger schnell Antikörper produzieren.

 

Verbreitung von Kinderkrankheiten

Viele der Kinderkrankheiten gelten laut WHO (World Health Organization) in den Industrieländern weitestgehend als ausgerottet. Die medizinische Versorgung ist dort so weit fortgeschritten, dass es ausreichend, wirksame Impfstoffe gegen diese Krankheiten gibt. Einige Krankheiten wie Masern oder Mumps brechen allerdings auch in Deutschland oder Österreich immer wieder lokal aus – insbesondere unter Gegnern der Masernimpfung.

Gegen die meisten Kinderkrankheiten gibt es heutzutage hochwirksame Impfstoffe, die flächendeckend nach einem Impfkalender durchgeführt werden. Zwar keine Kinderkrankheit aber umso gefährlicher ist eine Erkrankung an einer Menigokokken-Infektion. Auch dagegen sollten Sie ihr Kind unbedingt impfen lassen. Informationen dazu finden Sie auch auf diversen Elternratgebern im Netz.

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